Bava Batra 114

Kapitel 114

א הכא בחצר השותפין עסקינן דבהעמדה כדי לא קפדי אמחיצה קפדי
1 hier wird von einem gemeinschaftlichen Hofe gesprochen, bei dem man auf das Aufstellen allein nicht achtet, wohl aber auf die Errichtung einer Wand. –
ב ובהעמדה כדי לא קפדי והא תנן השותפין שנדרו הנאה זה מזה אסורין ליכנס לחצר
2 Achtet man denn nicht auf das Aufstellen allein, wir haben ja gelernt, Gemeinschafter, die einander den Genuß abgelobt haben, dürfen nicht [ihren gemeinschaftlichen] Hof betreten!?
ג אלא אמר רב נחמן אמר רבה בר אבוה הכא ברחבה של אחורי בתים עסקינן דבהעמדה כדי לא קפדי ואמחיצה קפדי
3 Vielmehr, erklärte R. Naḥman im Namen des Rabba b. Abuha, hier wird vom Platze hinter den Häusern gesprochen, bei dem man auf das Aufstellen allein nicht achtet, wohl aber auf die Errichtung einer Wand.
ד רב פפא אמר אידי ואידי בחצר השותפין ואיכא דקפדי ואיכא דלא קפדי גבי ממונא לקולא גבי איסורא לחומרא
4 R. Papa erklärte: Beide sprechen von einem gemeinschaftlichen Hofe, und da manche es in einem solchen Falle genau nehmen und manche nicht, so entscheide man bei geldlichen Angelegenheiten erleichternd und bei kanonischen Angelegenheiten erschwerend.
ה רבינא אמר לעולם לא קפדי והא מני ר' אליעזר היא דתניא ר' אליעזר אומר אפילו ויתור אסור במודר הנאה
5 Rabina erklärte: Tatsächlich nimmt man es in einem solchen Falle nicht genau, nur ist dort die Ansicht R. Elie͑zers vertreten, denn es wird gelehrt: R. Elie͑zer sagt, für einen durch Gelübde des Genusses Entzogenen ist auch das Wertlose verboten.
ו א"ר יוחנן משום ר' בנאה בכל שותפין מעכבין זה את זה חוץ מן הכביסה שאין דרכן של בנות ישראל להתבזות על הכביסה
6 R. Joḥanan sagte im Namen des R. Banaá: Gemeinschafter können einander bei allem hindern, nur nicht beim Waschen, denn es ist nicht die Art der jisraélitischen Töchter, sich bei der Wäsche dem Unglimpfe auszusetzen.
ז (ישעיהו לג, טו) ועוצם עיניו מראות ברע א"ר חייא בר אבא זה שאין מסתכל בנשים בשעה שעומדות על הכביסה
7 <i>Und seine Augen verschließt</i>, <i>um nicht Böses zu schauen</i>. R. Ḥija b. Abba erklärte: Der nicht Frauen betrachtet, wenn sie beim Waschen stehen. –
ח היכי דמי אי דאיכא דרכא אחריתא רשע הוא אי דליכא דרכא אחריתא אנוס הוא לעולם דליכא דרכא אחריתא ואפ"ה מיבעי ליה למינס נפשיה
8 In welchem Falle: gibt es einen anderen Weg, so ist er ja ein Frevler, und gibt es keinen anderen Weg, so ist er ja dazu gezwungen!? – Tatsächlich, wenn es keinen anderen Weg gibt, dennoch muß man sich bezwingen.
ט בעא מיניה ר' יוחנן מרבי בנאה חלוק של ת"ח כיצד כל שאין בשרו נראה מתחתיו טלית של ת"ח כיצד כל שאין חלוקו נראה מתחתיו טפח שלחן של ת"ח כיצד שני שלישי גדיל ושליש גלאי ועליו קערות וירק וטבעתו מבחוץ
9 R. Joḥanan fragte R. Banaá: Wie muß das Hemd eines Schriftgelehrten sein? – Daß unten sein Leib nicht zu sehen sei. – Wie muß das Obergewand eines Schriftgelehrten sein? – Daß unten keine Handbreite von seinem Hemde zu sehen sei. – Wie muß der Tisch eines Schriftgelehrten sein? – Zwei Drittel bedeckt und ein Drittel unbedeckt, wo die Schüsseln und Kräuter stehen; der Henkel muß nach außen sein. –
י והא תניא טבעתו מבפנים לא קשיא הא דאיכא ינוקא הא דליכא ינוקא
10 Es wird ja aber gelehrt, der Henkel müsse nach innen sein!? – Das ist kein Widerspruch; eines, wenn ein Kind anwesend ist, und eines, wenn kein Kind anwesend ist.
יא ואי בעית אימא הא והא דליכא ינוקא ולא קשיא הא דאיכא שמעא הא דליכא שמעא
11 Wenn du willst, sage ich: beides wenn ein Kind anwesend ist, dennoch ist dies kein Widerspruch; eines, wenn ein Diener vorhanden ist, und eines, wenn kein Diener vorhanden ist.
יב ואי בעית אימא הא והא דאיכא שמעא ולא קשיא הא ביממא הא בליליא
12 Wenn du aber willst, sage ich: beides wenn ein Diener vorhanden ist, dennoch ist dies kein Widerspruch; eines gilt am Tage und eines gilt nachts.
יג ושל עם הארץ דומה
13 Der [Tisch] eines Menschen aus dem gemeinen Volke gleicht